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Coaching, Kurzgeschichten zum Schmunzeln Entspannt und prima informiert - so zeigen sich die Geschichten und Abhandlungen in dieser lesenswerten Anthologie mit 24 Autoren. Coaching ist in – Zeitgenossen lassen sich damit in ihrem Beruf helfen, zu besseren Menschen machen und ihre Kindern in Mathe und Deutsch auf die Sprünge helfen; schnöde Nachhilfe war gestern. Zeit also für ein Buch, das sich mit diesem Phänomen befasst. Es finden sich darin eine Menge Geschichten zum Thema. So schreibt Dieter Stiewie in der Geschichte „Willensstärke“, wie ein Personaltrainer für die persönliche Willensstärke seiner Klienten selbst raucht und säuft wie ein Loch. Und Martina Bethe-Hartwig beschäftigt sich in „Der Auftrag“, wie sich ein Auftragskiller für seinen ersten bestellten Mord positiv motivieren lässt von einem erfahrenen Kollegen. Auch das ist eine Art von Coaching – und für den armen Killer eine ziemlich wichtige. Was aber beachtlich ist: Die Geschichten sind facettenreich und bei weitem nicht nur Beispiele erfolgreichen Coachens. Ganz im Gegenteil, da geht es ganz schön zur Sache, und vieles in die Hose. Das ist amüsant und lädt zum Schmunzeln ein; und es zeigt: Coachen hat seine Berechtigung, aber bierernst sollte man es nicht nehmen. Denn jedes Training ist nur so gut, wie die Menschen, die es abhalten; und diejenigen, die es genießen. Etwas im Gegensatz zu den Geschichten stehen die Abhandlungen über die Kraft der Affirmation und all die anderen Weisheiten positiven Denkens. Motto: Wer sagt, ich kann nicht, will nicht. Das sind die Essenzen erfolgreichen Coachens und in dieser Dichte recht hilfreich. Als Kompendium und Mantra gleichermaßen. So stehen aber die beiden Teile etwas unverbunden nebeneinander, und manche Leser mögen verunsichert sein: Sind die Geschichten nun die literarische Brechung allzu ernster Theorie? Um die Theorie nicht allzu dröge werden zu lassen und dem Leser zu signalisieren: Theorie ist eines, das Leben etwas anderes? Oder: Dein Leben ist hoffnungslos, aber nicht ernst? Oder hat Verlegerin Karin Schweitzer einfach den Kräften freies Spiel gelassen – und entstanden ist eben diese höchst widersprüchliche, aber auch höchst reizvolle Mischung? Die Verunsicherung sollte nicht allzu ernst genommen werden. Der Leser darf sich intensiv mit dem Wissens- und Trainingsteil befassen und ihn befolgen. Wenn er dazwischen liest, was alles beim Coaching schief gehen kann und wie turbulent das Leben doch ist, dann ist das tatsächlich wunderbar auflockernd. Denn niemand würde ein Buch über Coaching aushalten, das im Anwendungsteil das geballte Wissen transportiert und im literarischen Teil noch einmal den „spirituellen Realismus“ wirken lässt und dem Leser erzählt, wie toll das Coaching im Leben wirkt und welche grandiosen Erfolge es erringt. Spätestens, wenn sich der Leser in seinem eigenen Leben und dem in seinem Bekanntenkreis umschaut, wird er merken, dass dem nicht so ist. Von daher ist das Buch ehrlich; und lesbar ist es auch. Es lässt die Leser nachdenklich zurück – und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Und so sollte es sein.
Coaching, Kurzgeschichten zum Schmunzeln Entspannt und prima informiert - so zeigen sich die Geschichten und Abhandlungen in dieser lesenswerten Anthologie mit 24 Autoren. Coaching ist in – Zeitgenossen lassen sich damit in ihrem Beruf helfen, zu besseren Menschen machen und ihre Kindern in Mathe und Deutsch auf die Sprünge helfen; schnöde Nachhilfe war gestern. Zeit also für ein Buch, das sich mit diesem Phänomen befasst. Es finden sich darin eine Menge Geschichten zum Thema. So schreibt Dieter Stiewie in der Geschichte „Willensstärke“, wie ein Personaltrainer für die persönliche Willensstärke seiner Klienten selbst raucht und säuft wie ein Loch. Und Martina Bethe-Hartwig beschäftigt sich in „Der Auftrag“, wie sich ein Auftragskiller für seinen ersten bestellten Mord positiv motivieren lässt von einem erfahrenen Kollegen. Auch das ist eine Art von Coaching – und für den armen Killer eine ziemlich wichtige. Was aber beachtlich ist: Die Geschichten sind facettenreich und bei weitem nicht nur Beispiele erfolgreichen Coachens. Ganz im Gegenteil, da geht es ganz schön zur Sache, und vieles in die Hose. Das ist amüsant und lädt zum Schmunzeln ein; und es zeigt: Coachen hat seine Berechtigung, aber bierernst sollte man es nicht nehmen. Denn jedes Training ist nur so gut, wie die Menschen, die es abhalten; und diejenigen, die es genießen. Etwas im Gegensatz zu den Geschichten stehen die Abhandlungen über die Kraft der Affirmation und all die anderen Weisheiten positiven Denkens. Motto: Wer sagt, ich kann nicht, will nicht. Das sind die Essenzen erfolgreichen Coachens und in dieser Dichte recht hilfreich. Als Kompendium und Mantra gleichermaßen. So stehen aber die beiden Teile etwas unverbunden nebeneinander, und manche Leser mögen verunsichert sein: Sind die Geschichten nun die literarische Brechung allzu ernster Theorie? Um die Theorie nicht allzu dröge werden zu lassen und dem Leser zu signalisieren: Theorie ist eines, das Leben etwas anderes? Oder: Dein Leben ist hoffnungslos, aber nicht ernst? Oder hat Verlegerin Karin Schweitzer einfach den Kräften freies Spiel gelassen – und entstanden ist eben diese höchst widersprüchliche, aber auch höchst reizvolle Mischung? Die Verunsicherung sollte nicht allzu ernst genommen werden. Der Leser darf sich intensiv mit dem Wissens- und Trainingsteil befassen und ihn befolgen. Wenn er dazwischen liest, was alles beim Coaching schief gehen kann und wie turbulent das Leben doch ist, dann ist das tatsächlich wunderbar auflockernd. Denn niemand würde ein Buch über Coaching aushalten, das im Anwendungsteil das geballte Wissen transportiert und im literarischen Teil noch einmal den „spirituellen Realismus“ wirken lässt und dem Leser erzählt, wie toll das Coaching im Leben wirkt und welche grandiosen Erfolge es erringt. Spätestens, wenn sich der Leser in seinem eigenen Leben und dem in seinem Bekanntenkreis umschaut, wird er merken, dass dem nicht so ist. Von daher ist das Buch ehrlich; und lesbar ist es auch. Es lässt die Leser nachdenklich zurück – und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Und so sollte es sein.
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